Jahresbericht und Rückblick 2020

 

Ein ganz besonderes Jahr geht mit 2020 zu Ende. Die Entwicklung des Jahres konnte so keiner voraussehen - aber wir alle können mit Stolz sagen: Wir haben das Beste daraus gemacht. Zwar haben wir vieles nicht so, wie geplant, umsetzen können - wie beispielsweise Veranstaltungen, um Spenden einzuholen und Menschen zusammen zu bringen. Jedoch waren wir überwältigt über die Hilfsbereitschaft in diesem Jahr - wir haben so viele Lebensmittelpakete verteilt wie noch nie.

Wir konnten 2020 leider aufgrund der Situation keine neuen Existenzgründungsprojekte annehmen, aber dafür haben wir es geschafft, dass alle laufenden Existenzgründungsprojekte so stabilisiert wurden, dass die betroffenen Familien nicht mehr auf Spenden angewiesen sind. Das lässt uns demütig werden, was man nicht alles in gemeinschaftlicher Unterstützung erreichen kann.

Zudem haben wir den Start für ein großes Autismuszentrum setzen können - ein Projekt, das uns sehr am Herzen liegt. Wir haben dir hier eine kleine Übersicht zusammengestellt. Ein Rückblick voller Dankbarkeit, Demut und Freude auf viele Erfolgsgeschichten - Menschenleben, die sich durch deine Spenden und dein Mitwirken positiv verändert haben. 

 

Rückblick 2020

Vereinsreise 2020 - Besichtigung zentraler Projekte.

Bevor die Grenzen geschlossen wurden und unser aller Leben in so kurzer Zeit auf den Kopf gestellt wurde, hatten wir uns einige Tage Zeit genommen, um zentrale Vereinsprojekte zu besuchen. Die wichtigsten Momente möchten wir euch hier nachträglich zusammenstellen:

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> Was Patenschaft und Wohnraumsicherung verändern kann: Khadija und ihre Kinder.

 

 

Was wir gelernt haben in unserer langjährigen Vereinsarbeit: Armut kann nur dann langfristig unterbrochen werden, wenn man das Umfeld der Menschen verbessert. Leben sie in einsturzgefährdeten Hütten, ohne Strom oder fließend Wasser, so werden sie es nur schwer schaffen, dieser Armut langfristig zu entkommen. Kleine, akute Spenden werden ihnen kaum helfen. Tagtäglich kämpfen sie ums Überleben - ohne die Möglichkeit, dem Nachwuchs oder sich selbst Perspektiven bieten zu können. So auch Khadija, die jung heiratete, an einen älteren Mann, der verstarb - und die dann anschließend versuchte, drei Kinder in der Einöde im Großraum um Taza alleine großzuziehen. Wir haben sie kennengelernt und sie aufgrund ihres lieben Wesens ins Herz geschlossen. Von da an, haben wir alles daran gesetzt, ihr Leben und das der Kinder zu verändern - mit Erfolg.

Heute lebt die 39-Jährige in Guercif. In einem Haus, das der Verein gebaut hat und ihr zur Verfügung stellt. Ihre Kinder können die Schule besuchen. Sie kann in der Stadt Arbeit wahrnehmen und den Lebensunterhalt verdienen. Für eine alleinerziehende Mutter wird es immer hart bleiben - aber so haben sie zumindest eine Chance auf stabile Lebensverhältnisse. Darauf kann der Verein stolz sein.

Danke, an die Spender und die Paten der Familie, die all das ermöglicht haben. Möge Allah euch dafür belohnen und möge euch das Lächeln Khadijas, die trotz all der Strapazen ihr sonniges Gemüt nicht verloren hat, genauso im Herz berühren wie uns. Eine Erfolgsgeschichte, die beweist: Soziales Engagement verändert doch die Welt, wenn auch nur in Form eines Menschenlebens. 

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> Was Existenzgründung und Wohnraumsicherung verändern kann: Hanan und ihre Geschichte.

 

 

Als wir Hanane vor einigen Jahren zufällig bei der Verteilung der Iftar-Pakete begegnet sind, wusste wir noch nicht, welche Geschichte uns verbinden wird. Sie hat uns von der Armut erzählt, in der sie lebten. Dass ihr Vater erblindet ist und sie in einer selbstgebauten Baracke hausten, die sie kaum vor Wind und Wetter schützt. Die Geschichte hat uns so sehr bewegt, dass wir ihr nachgegangen sind. Wir haben die Familie besucht und rasch entschieden: Allah hat unsere Wege gekreuzt und wir müssen helfen.

Wir haben der Familie ein Haus gebaut, damit sie eine stabile Basis für Wachstum hat. Anschließend haben wir gemeinsam überlegt, wie sie langfristig auf eigenen Beinen stehen können. Die Mutter hat sich Viehzucht gewünscht, da sie sich damit auskenne. Diesen Wunsch haben wir der Familie erfüllt. Mit ein paar Tieren gestartet, ist es mittlerweile eine kleine Herde geworden und die Familie kann davon leben. Spenden brauchen sie nicht mehr. Wir konnten sie 2020 erfolgreich aus dem Existenzgründungsprogramm entlassen. Die Kinder haben nun Perspektiven. Selbst gesellschaftlich genießen sie mittlerweile Anerkennung, wo früher nur Mitleid und teils gar Verachtung war. 

Als wir die Familie 2020 besucht haben, waren die Kinder in der Schule. Wir waren traurig, dass wir Hanane nicht wiedersehen konnten. Aber gleichzeitig waren wir sehr froh darüber, dass sie nun die Schule unbesorgt besuchen kann - ohne sich Gedanken machen zu müssen, wie sie die Familie miternährt. Lasst uns auch hier inne halten und dankbar dafür sein, dass wir gemeinsam diese Menschenleben zum Positiven hin verändern durften. 

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> Warum medizinische Unterstützung so wichtig ist: Frühe Beinkorrektur hilft, damit sich Ishak ganz normal entwickeln kann.

 

 

 

Eine weitere Station auf unserer Reise im März 2020 war die Familie von Ishak. Das Kleinkind wurde mit einer Beinfehlstellung geboren und würde ohne eine frühzeitige Behandlung keine normale Entwicklung genießen dürfen. Er wäre für sein Leben gezeichnet und gegebenenfalls ein Leben lang auf Unterstützung angewiesen. Wir haben die Familie unterstützt, diese wichtige Behandlung zu bezahlen.

Vor einigen Wochen haben wir dann ein Bild erhalten, wie Ishak seine ersten Schritte macht. Die gesamte Familie - und auch wir - sind sehr dankbar und glücklich, dass das mit euren Spenden möglich war!

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> Warum deine Spenden und unsere gemeinsame Arbeit so wichtig ist: Sie gibt Menschen Hoffnung in der dunkelsten Stunde.

 

 

Der Medienrummel war groß, als Aischa den Kopf ihrer ermordeten Mutter gefunden hatte. Doch wer ist geblieben, um dem Mädchen zu helfen? Wir hatten es befürchtet, daher haben wir die Situation begleitet - wir dachten: Wenn ihr geholfen wird, ist alles gut. Wenn nicht, dann sind wir da. Und wie leider so oft: Sobald der Medienrummel vorbei und etwas für die Öffentlichkeit nicht mehr interessant ist, kehrt man den betroffenen Menschen den Rücken zu und hinterlässt sie ihrem Schicksal. Vor der Kamera wurden der Familie viele Versprechen gemacht. Keines davon wurde gehalten.

Wir aber waren nicht am Rummel interessiert, sondern an Aischas Wohlergehen. Daher sind wir geblieben. Und haben nur die Versprechen gemacht, die wir auch eingehalten haben. Wir haben Aischa in der dunkelsten Stunde ihres Lebens gemeinsam beigestanden. Ihr Hoffnung geschenkt. Versuchen durchwegs, ihr mit Therapiemöglichkeit die Chance zu geben, das Erlebte zu verarbeiten - und sind noch heute da. Aischa ist uns ein Herzensprojekt geworden. Wir begleiten sie so lange, bis sie auf eigenen Beinen steht und uns nicht mehr braucht.

Wir haben der Familie im März 2020 einen Überraschungsbesuch erstattet und waren gerührt, mit welcher Warmherzigkeit uns ihr Onkel und ihre Tante, bei denen sie nun lebt, begrüßt haben. Sie lebt sicher, in sauberen Verhältnissen und wird mit Liebe erzogen. Genau das wollten wir ihr ermöglichen. Mit euren Spenden ist das auch noch heute möglich. Möge Allah euch diese Mildtätigkeit und Barmherzigkeit hoch anrechnen.

Aischa schickt uns übrigens immer wieder Videos, in denen sie sich für die Unterstützung bedankt. Die Worte "Der Rif Kinderhilfsverein ist der einzige Verein, der geblieben ist" stammen nicht von uns, sondern von ihr. Und wir sind sehr froh, dass wir geblieben sind.

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> Ziele und Visionen sind wichtig - sie machen das Unmögliche möglich. Daher ist unser Ziel für 2021: Mit dem Autismuszentrum ein Zeichen setzen. Denn Bildung ist wichtig - für alle Kinder!

 

 

Von Habiba, der unfassbar starken Frau, und ihrem Traum haben wir euch erzählt. Sie ist selbst Mutter eines autistischen Mädchens und weiß daher am eigenen Schicksal, wie sehr es an Bildungsmöglichkeiten für Kinder mit geistiger oder körperlicher Einschränkung mangelt. Jedoch ist Habiba eine Macherin und wartet nicht, bis jemand anderes die Dinge in die Hand nimmt. Sie hat sich einen jahrelangen Kampf hingegeben, um ihre kleine Betreuungseinrichtung in Zeghanghane aufzubauen. Mittlerweile hat sie und ihr kleines Team vielen Kindern mit geistiger Einschränkungen das Schreiben und Lesen beigebracht - mit einem pädagogischen Konzept, das auf die Kinder zugeschnitten ist. Spielerisch und mit sehr viel Geduld kümmert sich eine Betreuung um eine kleine Gruppe von Kindern. Die Herausforderung ist groß, da der Betreuungsbedarf entsprechend größer ist. 

Habiba hat viele Kinder, die auf der Warteliste stehen. Die sie aufgrund der Räumlichkeiten und der begrenzten Kapazitäten nicht aufnehmen kann. Aber sie wünscht sich, dass es in naher Zukunft die Möglichkeit gibt, ein großes Autismuszentrum zu bauen - das Autismuszentrum Besma (= Lächeln). Die Möglichkeit, endlich vielen Kindern mit besonderen Bedürfnissen eine Lern- und Bildungsstätte zu bieten. Mit euren Spenden konnten wir 2020 ein Grundstück erwerben, so dass wir mit Allahs Unterstützung und Erlaubnis 2021 den nächsten Schritt gehen werden. Wir werden unser Möglichstes tun, damit Habibas Traum Realität wird. Wir haben ihn zu unserem Traum werden lassen - und gemeinsam werden wir es schaffen, in sha Allah. So, wie wir bereits schon so Vieles möglich gemacht haben.   

Hier noch ein paar Bilder von einem kleinen Jungen, der sich um einen Platz im neuen Zentrum beworben hat. Wir haben ihn, seinen Bruder und seine Eltern besucht und ihnen von den Plänen erzählt - sie freuen sich schon sehr darauf, bald zur Schule gehen zu dürfen:

 

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> Werde Teil des Teams! Hilf uns, Kindern zu helfen.

 

Willst auch du mitmachen und Teil des Helferteams werden? Wir suchen dringend Unterstützung im Online- und Marketingbereich. Wenn du Lust hast, deine Skills zu erweitern und gleichzeitig Gutes zu tun, dann melde dich via Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Wir freuen uns schon darauf, im Ehrenamt viele wundervolle Hilfsprojekte mit dir umzusetzen und Gutes zu tun. Reiche deine Hand den Kindern und schenke Ihnen ein Lächeln!

 

> Keine Zeit? Dann hilf mit einer Spende oder erzähl anderen von uns.

Spendenkonto:

Sparkasse Mainz

IBAN: DE71 5505 0120 0200 0111 87

Paypal: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Allah y taqabal minna oua minkoum.
 


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> Jahresbericht 2020.

Alles, was das Jahr noch so gebracht hat, findest du in unserem Jahresbericht. Übersichtlich, kurz und bündig haben wir dir die wichtigsten Eckdaten des Jahres zusammengestellt. Ein Jahr, das uns alle auf die Probe gestellt hat. Aber wir konnten trotz aller Einschränkungen vielen Menschen helfen und weiterhin Gutes tun.

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Besonders jetzt brauchen die Ärmsten der Armen unsere Unterstützung.

Danke, dass du uns dabei hilfst, sie zu unterstützen. 

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Den Jahresbericht findest du hier:

https://rif-khv.com/images/pdf/RIF_Kinderhilfsverein_Jahresbericht_2020.pdf

 

 

 

 

 

 

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